Trockene Haut: Die Balance wiederfinden

Das Problem ist so häufig, dass es bei anderen nicht mehr auffällt. Bei uns selbst treibt es uns jedoch zur Verzweiflung. Die Rede ist natürlich von trockener Haut.

Die Gründe sind vielschichtig. Im Winter ist es oft die Außenluft. Immer häufiger sind es aber Belastungen aus der Umwelt, der Mangel an Wasser oder Nährstoffen, ein mit Stress und Hektik überreizter Lebenswandel. Manchmal ist es einfach angeboren - dann funktionieren die Talgdrüsen einfach nicht so gut, wie sie eigentlich sollten. Auch neigt etwa dünnere Haut eher zu Trockenheit als dickere.

Oft ist der genaue Grund gar nicht so einfach zu bestimmen. Was nicht so schlimm ist. Denn es gibt grundsätzliche Prinzipien, die immer befolgt werden sollten, um trockene Haut effektiv zu behandeln. Drei dieser Prinzipien haben wir nun für dich zusammengestellt.

1: Zu viel Feuchtigkeit gibt es nicht!

Der Feuchtigkeitshaushalt der Haut ist ein hochsensibles System. Es kann nicht nur von außen, sondern auch von innen aus der Balance gebracht werden. Klassische Folgen davon sind Juckreiz oder sich schuppende Haut. Besonders im Winter zieht kalte Luft Feuchtigkeit aus der Haut - heiße Duschen und trockene Heizungsluft tun ihr Übriges.

Hier gibt es nur eine Lösung: Mehr Feuchtigkeit!

Am besten funktioniert es mit hyaluronhaltigen (Nacht-)Cremes. Hyaluron ist natürlich in der Haut vorhanden - je jünger sie ist, desto mehr Hyaluron ist noch übrig. Das erklärt auch seine absolute Hautverträglichkeit. Seine Oberflächenbeschaffenheit erlaubt es ihm, extrem viel Feuchtigkeit zu binden. Neben Kollagen und Elastin macht es junge Haut so elastisch und gesund. Da die Konzentration mit dem steigenden Alter abnimmt, sind hyaluronhaltige Cremes oder Seren ein guter Ausweg.

2: Rückfetten!

Ist deine Haut ungewöhnlich rau, neigt zu Entzündungen oder sind kleine Verletzungen erkennbar, dann ist ihr Fetthaushalt gestört. Hier sind reichhaltige, rückfettende Gesichtscremes gefragt. Besonders bei reifer Haut solltest du auch eine nährende Creme in deine Routine aufnehmen.

Oft ist übrigens nicht etwa das Wetter oder die Genetik, sondern das eigene Reinigungsverhalten die Ursache. Wäschst du dein Gesicht mit heißem Wasser, wird der schützende Film aus Hydrolipiden beschädigt, was sehr schnell zu Austrocknung führen kann. Darum solltest du stets lauwarmes Wasser verwenden. Mit zu viel Waschen tust du deiner Haut auch keinen Gefallen - zweimal reichen völlig aus. Dreimal am Tag führen bereits zur Auswaschung der hauteigenen Schutzschicht.

3: Richtige Pflege!

Es gibt zwei Gründe von trockener Haut, die sich in der Hautpflege selbst verstecken - zwei Seiten einer Medaille sozusagen. Unter- und Überpflegung. Denn reicht die Pflege nicht aus, bekommen die unteren Hautschichten nicht die benötigte Feuchtigkeit. Die Haut trocknet von innen aus. Bei Überpflegung dagegen wird die natürliche Schutzschicht gestört und die Feuchtigkeit entweicht nach außen.

Die Lösung für Unterpflegung ist klar: Eine Pflegeroutine finden, die zu deinem Hauttyp passt. Aber was macht man, wenn man es mal übertrieben hat? Hier lohnt es sich, circa einen Monat auf jegliche Pflegeartikel zu verzichten. Dann sollte sich die Haut erholen und wieder eigene Mechanismen zur Regulierung des Feuchtigkeitshaushalts aufgebaut haben.

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